Heute schon Geld verschenkt?


Natürlich vertrauen Sie Ihrem Arbeitgeber. Auch dem Programm, das Ihre Gehaltsabrechnung erstellt. Und als Personaler können Sie – im Gegensatz zu vielen anderen Arbeitnehmern – sogar entziffern, was sich hinter den vielen kryptischen Zahlen auf Ihrem Gehaltszettel verbirgt … Aber prüfen auch Sie regelmäßig, ob Ihre eigenen Angaben wirklich stimmen?

Alte Daten können teuer werden!

Einfach und schnell lässt sich das checken, was Sie sowieso schon wissen: Wie Ihr Familienstand ist zum Beispiel. Denn wenn sich hier etwas ändert, sollten Sie dies natürlich auch Ihrem Arbeitgeber mitgeteilt haben. Das gilt ebenso wie Familiennachwuchs (herzlichen Glückwunsch!), Heirat oder Scheidung, ein Umzug und der Firmenwagen, der Ihnen vielleicht seit einigen Monaten zusteht. 

Alles drauf? Auch die Zuschüsse?

Doch die persönlichen Angaben sind, wie Sie wissen, nicht alles: Da wären zum Beispiel die unterschiedlichsten Zuschläge, die Ihnen vielleicht zustehen. Schichtarbeit ist für Sie als Personaler wohl eher selten, ebenso wie Sonn- und Feiertagsdienste. Aber oft sind in Arbeits- oder Tarifverträgen auch noch andere Zuschläge zu finden, etwa ein Weihnachts- oder Urlaubsgeld, ein jährlicher Bonus oder ein bestimmter Betrag für langjährige Betriebszugehörigkeit, sprich: Jubiläum. Auch die immer beliebter werdenden Zuschüsse zur Gesundheitsvorsorge, zum Sport oder E-Bike sowie Kita-Beiträge für die Kleinen sollten sich wiederfinden, so sie gezahlt werden.

Bares Geld kosten kann auch ein falscher Beitragsgruppen-Schlüssel zur Sozialversicherung. Dass Sie versehentlich als Minijobber, Rentner oder Privatversicherter geführt werden, sollte Ihnen zwar sofort auffallen, aber trotzdem lohnt sich auch hier ein prüfender Blick.

Fehler gefunden – schnell korrigieren lassen

Wenn Sie einen Fehler entdeckt haben, sollten Sie zum einen prüfen, ob dieser eventuell auch auf vorherigen Lohn- und Gehaltsabrechnungen schon aufgetreten ist, und zum anderen rasch korrigieren lassen. Sie als HR-Experten wissen zwar in der Regel, was dann stattdessen dort stehen sollte, aber manchmal kann auch die Nachfrage beim eigenen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein sinnvoll sein.

Übrigens: Besonders einfach, von überall und auf allen Endgeräten lässt sich der Gehaltszettel natürlich checken, wenn er digital vorliegt, wie in MyServicePortal. Und auch dieses Beispiel zeigt, dass Digitalisierung nicht immer nur etwas kostet, sondern sogar helfen kann, schneller an das zu kommen, was Ihnen tatsächlich zusteht. 



Autor: Florian Lauck-Wunderlich