Wer nicht gerade selbst ein kleiner Putzteufel ist, möchte ungern auf sie verzichten: In vielen privaten Haushalten sorgen Putzhilfen dafür, dass alles sauber bleibt. Damit Sie auch bei der Beschäftigung und Abrechnung eine weiße Weste behalten, erfahren Sie hier, worauf Sie achten sollten.

„Aber das macht doch jeder so, oder …?“

Es sollte sich herumgesprochen haben, dass auch Putzhilfen keinesfalls „schwarz“ beschäftigt werden dürfen. Auch nicht, wenn die betreffende Person dies selber vorschlägt, weil sie wohlmöglich einen ungeklärten Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis-Status hat. Oder nicht möchte, dass ihr Verdienst auf Sozialhilfe, Rente oder andere Leistungen des Sozialsystems angerechnet werden.

In all diesen Fällen läge eine illegale Beschäftigung vor – und die kann für Sie als Arbeitgeber teuer werden! Wenn es um ungerechtfertigt gezahlte Sozialleistungen geht, droht eine Anzeige wegen Beihilfe zum Betrug. Hat Ihre Putzkraft keine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis, kann dies mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden. Routinekontrollen treffen hier zwar eher Unternehmen. Aber auch Privathaushalte sind vor Anzeigen, etwa aus der Nachbarschaft, nicht gefeit.

Nur angemeldete Reinigungshilfe genießen Versicherungsschutz!

Die Lösung heißt: Minijob. Vorausgesetzt, dass Ihre Reinigungskraft alle Voraussetzungen dafür erfüllt. Am besten, Sie als Arbeitgeber lassen sich bescheinigen, dass das Einkommen Ihrer Putzhilfe nicht mehr als 450 Euro beträgt. Die Anmeldung bei der Minijobzentrale sorgt auch dafür, dass Ihre Hilfe unfall- und rentenversichert ist. Schließlich möchten Sie im Falle eines Unfalls als Arbeitgeber ja nicht zu Zahlungen im Krankheitsfall oder Rentenzahlungen herangezogen werden.

Auch ein Schadensfall lässt sich durch eine ordnungsgemäße Anmeldung besser regeln.

Einfach, günstig und unkompliziert: Die Anmeldung

Wenn Sie Ihre Putzhilfe als private Reinigungskraft anmelden möchten, sind Sie auf der Homepage der Minijob-Zentrale richtig. Unter www.minijob-zentrale.de finden Sie einen Fragebogen, den Sie als Arbeitgeber und Ihre Putzhilfe gemeinsam unterschreiben müssen. Sie reichen den Fragebogen ein – und schon sind Sie außer Gefahr, zum Beispiel ein mögliches Bußgeld zahlen zu müssen.

Weil Minijobs in Privathaushalten als spezielle Form der geringfügigen Beschäftigung gelten, werden sie sogar vom Gesetzgeber gefördert. So zahlen Sie als privater Arbeitgeber einen geringeren Pauschalbeitrag als bei gewerblichen Minijobs. 20 Prozent der Kosten, bis zu 510 € jährlich, können Sie übrigens sogar von der Steuer absetzen. Eine Steuerersparnis, die vielen mehr bringt, als die Nicht-Anmeldung kosten würde!1

Ein praktischer Kalkulator hilft

Wenn auch Sie Ihre Reinigungskraft auf 450-Euro-Basis beschäftigen möchten und wissen wollen, welche Steuern und Abgaben auf Sie zukommen, schauen Sie doch einfach in den Haushaltscheck-Rechner: Unter www.smart-rechner.de/minijob/rechner finden Sie einen praktischen Kalkulator, der Ihnen auf einen Blick Steuern und Abgaben, aber auch Steuerermäßigungen anzeigt.2

Also, bleiben Sie sauber: Melden Sie Ihre Putzhilfe an – und nicht nur heute, am Internationalen Tag der Putzfrau!


Autor: Florian Lauck-Wunderlich